25. Ausstellung: Tizian und die Renaissance in Venedig

Bettina Jäger, M.A.

„Mundus alter“, eine andere Welt, so nannte der Dichter Francesco Petrarca (1304-1374) Venedig. Einzigartig die Lage wie auch ihr Gründungsmythos, Handelsmetropole, reich an Kultur, Geld und Bauwerken. Belebt von einem kosmopolitischen Völkergemisch und getragen durch die stabile, gerechte Regierung einer patrizischen Kaste. Diese Andersartigkeit, „Venezianità“, findet ihren Widerhall in einer der wichtigsten europäischen Kulturepochen: der Renaissance. Neben der Wiederbelebung antiker Vorbilder erforschen die Künstler der Lagunenstadt, allen voran der junge Tiziano Vecellio (um 1488/90-1576) ein weniger berechenbares Motiv: Licht und Schatten, hell und dunkel. Es sind die ersten Experimente mit dem „Chiaroscuro“, dem Stilmittel schlechthin zur Steigerung des Räumlichen als auch des Ausdrucks.
Mit über 100 Meisterwerken aus internationalen Sammlungen präsentiert die Ausstellung erstmals in Deutschland einen hochkarätigen Überblick venezianischer Renaissancemalerei: Darunter Giovanni Bellini (um 1435- 1516), Jacopo Palma il Vecchio (1479/80-1528), Sebastiano del Piombo (um 1485-1547), Lorenzo Lotto (um 1480-1556/57), Jacopo Tintoretto (um 1518/19-1594) und Paolo Veronese (1528-1588). Den Mittelpunkt bilden jedoch 20 Werke von Tizian – die damit umfangreichste Werkauswahl, die in Deutschland je zu sehen war.


F26_19_Tizian
Tizian (um 1488 bis 1490 - 1576)
Selbstbildnis 1550 - 1562 © Gemäldegalerie Berlin
13,- Mitglieder (18,- Nichtmitglieder) zzgl. Eintritt
Do., 14. März 2019
18.30 – 19.30
Foyer Städel, Schaumainkai 63, Frankfurt
max. 25
Um lange Wartezeiten an der Kasse zu vermeiden, bitte die Eintrittskarten vorab kaufen (www.staedelmuseum.de) Wir treffen uns 30 Min. vor Beginn der Führung, bitte fragen Sie an der Kasse, wo sich Gruppen für die Sonderausstellung treffen.
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