07. Vortrag: Der englische Landschaftsgarten

Dr. Katrin Reichel

Der Blick schweift weit über eine idyllische Landschaft mit malerischen Gruppen alter Bäume. Auf Anhöhen und entlang geschwungener Seeufer ziehen von der Antike inspirierte Tempel und gotische Ruinen den Blick auf sich – umgeben von einem ‚Ha-ha‘, einem unsichtbaren Zaun, der den Park zur umgebenden Landschaft hin abgrenzt.
Hinter diesen englischen Landschaftsgemälden steckt ein gesellschaftlichpolitisches Programm: Die englischen Lords grenzten sich damit gegen den französischen Absolutismus ab, dessen streng symmetrisch-geometrische Gärten mit ihren beschnittenen Gehölzen Ausdruck der Denkweise und der Macht ihrer Besitzer waren.
Mit ihrer Art, Parks und Gärten im England des 18. Jahrhunderts zu gestalten, verbanden sie ein aussagekräftiges gesellschaftliches Programm. Hier und da trieb die Freude an der Gestaltung aber auch kuriose Blüten: Per Zeitungsannonce sucht ein englischer Lord einen Eremiten für die Einsiedelei in seinem Park, ein anderer legt unterirdische Höhlen an, die seine Freunde und er durch Überquerung eines künstlichen Styx erreichen: um zu zechen.

Verbringen wir einen Abend mit den englischen Landschaftsgärten, mit ihren Besitzern und den prominentesten Gartengestaltern dieser Epoche, und werfen wir auch einen Blick durch die Pforten einiger Landschaftsgärten in Deutschland.


S18_07 Garten
Steinbrücke in Stourhead © Wikimedia
22,- Mitglieder ( 25,- Nichtmitglieder)
Do., 26. April 2018
19.30 - 21.30
mind. 8
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